Hinweise von Nutzern
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- Cannewitz (3) ö Elstra (26015)
10.04.2009
Der Ort "Cannewitz" (3), welches nach Panschwitz-Kuckau eingemeindet ist, ist spätestens seit 1960 nach Ostro eingepfarrt (Römisch-Katholisch).
Milan Pohontsch
- Eppendorf sö Oederan (15017)
14.09.2010
Wie ich jetzt festgestellt habe, gibt es für Eppendorf eine frühere Ersterwähnung als die im Historischen Ortsverzeichnis angegebene von 1378. Sie befindet sich in der Urkunde Sächsisches Staatsarchiv Hauptstaatsarchiv Dresden, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 2727. Das Stück vom 10. März 1336 beinhaltet unter anderen die Verpfändung der Burg Schellenberg mit Oederan und Eppendorf (Originalschreibweise entspricht dort bereits der heutigen Schreibweise Eppendorf) durch Markgraf Friedrich II. von Meißen an Heinrich den Älteren, Vogt von Gera.
Eckhart Leisering
Hauptstaatsarchiv Dresden
- Falkenberg (1) sw Dommitzsch (30052)
21.05.2008
(1)Zu Falkenberg gehört kein "Einzelgut Kiebitz". Es handelt sich vielmehr um ein unabhängiges Dorf (einen Weiler) mit dem Namen "Gniebitz" (siehe auch dort): Gniebitz existiert heute wieder als Dorf/Teil der Gemeinde Trossin. Es war in der frühen Neuzeit (bis 15. Jahrhundert) eine Wüstung, wurde dann aber (wohl schon im 16. Jahrhundert, siehe die Darstellung zu Gniebitz, spätestens aber im 18. Jahrhundert) von Falkenberger Bauern in Besitz genommen.
(2) Zu Falkenberg zählten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als Ortsteile Gniebitz, Pechhütte und die Hachemühle (obwohl diese näher an Dahlenberg/heute ebenfalls Ortsteil von Trossin) liegt.
(3) Wüstungen: zu Siederichshain und Ant. Kochwitz kann ich noch nichts sagen. Eine Wüstung zwischen Falkenberg und Trossin war sicher die bei Ihnen nicht aufgeführte wüste Mark Wetzscherloh. Zur Nutzung der Hufen von Wetzscherloh kam es Anfang des 17. Jahrhunderts zu einem Rechtsstreit zwischen der Gemeinde Falkenberg und dem Rittergutsbesitzer von Trossin, als dessen Ergebnis die Hälfte der Hufen an die Gemeinde Falkenberg, die andere Hälfte an da Rittergut Trossin fielen (vergleiche hierzu u.a. Max Küstner: Orts-Geschichte von Trossin (1933), Typoskript; u.a. in der Staatsbibliothek Berlin und in Leipzig einsehbar).
- Jochgrim, Jockgrim s. Stolpen (1) (11305)
08.06.2011
Jochgrim/Jockgrim_s._Altstadt_(2)_u._Stolpen_(1) umbenannt in Jochgrim,_Jockgrim_Stolpen_(1) für korrekte Verlinkung. (ms)
- Neukirchen/Pleiße s Crimmitschau (22086)
27.04.2009
Es gibt keine Anhaltspunkte, die dafür sprechen, die hier genannte Ersterwähnung von 1404 (CDS II-4, Nr. 243), diesem Neukirchen/Pleiße zuzuordnen. Das Grundproblem ist, dass sich die in der Urkunde vermerkte Zugehörigkeit zur Diözese Meißen sehr wahrscheinlich nicht nur auf den Pfarrer in "Lungwicz", sondern auch auf den in "Nunkirchen", beides unmittelbar hintereinander genannte Zeugen, bezieht. Falls diese plausible Annahme stimmt, kommt das zur Diözese Naumburg gehörige Neukirchen/Pleiße nicht mehr in Betracht. Eine sichere Zuordnung der beiden Pfarrer zu den richtigen Orten ist mir auf dem gegenwärtigen Kenntnisstand nicht möglich. Stark in Betracht kommen die beiden bei Chemnitz gelegenen Pfarrorte Neukirchen/Erzg. und Oberlungwitz.
Eckhart Leisering
- Schweta (1) w Döbeln (2228)
27.04.2009
Der Beleg "1284 Otto de Zuet" (CDS II, Bd. 1, Nr. 258) ist bisher Schweta westlich von Döbeln zugeordnet. Der Name steht allerdings in der Urkunde in einer Reihe von Bürgen, die durchweg Herkunftsnamen nach Orten in der Gegend von Torgau haben. Der Beleg gehört daher m. E. sehr wahrscheinlich zu Zwethau nordöstlich von Torgau. Der Ortsname Zwethau hat nach dem Ortsnamenbuch von Sachsen die gleiche sprachliche Herkunft wie der von Schweta und Zwethau weist ebenfalls einen Herrensitz auf.
Eckhart Leisering
- Weidau, Groß u. Klein, s. Neida, Groß (25129)
08.06.2011
"Weidau, Groß u. Klein, s. Neidau, Groß- u. Klein-" korrigiert in "Weidau, Groß u. Klein, s. Neida, Groß" für korrekte Verlinkung. (ms)
- Weidenhain w Torgau (30223)
27.04.2009
Wie eine nochmalige Prüfung ergab, ist die Angabe, dass Weidenhain 1327 erstmals erwähnt worden sei, zu revidieren. In der Urkunde vom 28. Juni 1327 (Hauptstaatsarchiv Dresden, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 2399) übertrug das Benediktinerinnenkloster Riesa dem Priester Peter Zinse im Dorf Luckow (südöstlich von Belgern, ab ca. 1400 Wüstung), die zuvor dessen Vater, der Mühlberger Bürger Heinrich Bucher, innegehabt hatte. Die Zinspflichtigen in Luckow werden namentlich angeführt, darunter der vermeintliche Johannes von Weidenhain, den die neuere Literatur durchweg als Erstbeleg für Weidenhain westlich von Torgau in Anspruch nimmt. Der Name, der in der lateinischen Urkunde im Genitiv steht, lautet dort jedoch "Johannis de Wyldenhain". Die in mehreren Publikationen angegebene Schreibweise "Wydenhain" erweist sich somit als ein Versehen, das zu einer Fehlzuordnung des Belegs von 1327 zu Weidenhain geführt hat. Richtig ist dagegen die Zuordnung zu einem der drei Orte in Sachsen mit dem Namen Wildenhain (östlich von Eilenburg, westlich von Großenhain bzw. westlich von Regis-Breitingen). Wegen der geographischen Nähe zur Wüstung Luckow kommt von den drei Orten in erster Linie Wildenhain westlich von Eilenburg in Betracht. Der nicht sehr viel weiter entfernte Ort bei Großenhain ist auch keineswegs ausgeschlossen, während das erheblich weiter entfernte Dorf bei Regis-Breitingen unwahrscheinlich ist.
Eckhart Leisering
- Wildenhain (2) ö Eilenburg (30235)
27.04.2009
Wie eine nochmalige Prüfung ergab, ist die Angabe, dass Weidenhain 1327 erstmals erwähnt worden sei, zu revidieren. In der Urkunde vom 28. Juni 1327 (Hauptstaatsarchiv Dresden, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 2399) übertrug das Benediktinerinnenkloster Riesa dem Priester Peter Zinse im Dorf Luckow (südöstlich von Belgern, ab ca. 1400 Wüstung), die zuvor dessen Vater, der Mühlberger Bürger Heinrich Bucher, innegehabt hatte. Die Zinspflichtigen in Luckow werden namentlich angeführt, darunter der vermeintliche Johannes von Weidenhain, den die neuere Literatur durchweg als Erstbeleg für Weidenhain westlich von Torgau in Anspruch nimmt. Der Name, der in der lateinischen Urkunde im Genitiv steht, lautet dort jedoch "Johannis de Wyldenhain". Die in mehreren Publikationen angegebene Schreibweise "Wydenhain" erweist sich somit als ein Versehen, das zu einer Fehlzuordnung des Belegs von 1327 zu Weidenhain geführt hat. Richtig ist dagegen die Zuordnung zu einem der drei Orte in Sachsen mit dem Namen Wildenhain (östlich von Eilenburg, westlich von Großenhain bzw. westlich von Regis-Breitingen). Wegen der geographischen Nähe zur Wüstung Luckow kommt von den drei Orten in erster Linie Wildenhain westlich von Eilenburg in Betracht. Der nicht sehr viel weiter entfernte Ort bei Großenhain ist auch keineswegs ausgeschlossen, während das erheblich weiter entfernte Dorf bei Regis-Breitingen unwahrscheinlich ist.
Eckhart Leisering
- Zwethau nö Torgau (30256)
27.04.2009
Der Beleg "1284 Otto de Zuet" (CDS II, Bd. 1, Nr. 258) ist bisher Schweta westlich von Döbeln zugeordnet. Der Name steht allerdings in der Urkunde in einer Reihe von Bürgen, die durchweg Herkunftsnamen nach Orten in der Gegend von Torgau haben. Der Beleg gehört daher m. E. sehr wahrscheinlich zu Zwethau nordöstlich von Torgau. Der Ortsname Zwethau hat nach dem Ortsnamenbuch von Sachsen die gleiche sprachliche Herkunft wie der von Schweta und Zwethau weist ebenfalls einen Herrensitz auf.
Eckhart Leisering