Erzgebirgskreis SVG ToolTip

Falkenberg (1)

sw Dommitzsch, Lkr. Nordsachsen

Verfassung

Dorf, Landgemeinde mit Oberförsterei, Gutsbezirk (1895) und Einzelgut Kiebitz
1994: eingemeindet nach Trossin

Ortswüstungen
Wüstungen in der Flur: Paak, Siederichshain, Ant. Kochwitz

Siedlungsform und Gemarkung

Straßendorf mit Gassenteil, Gewannflur, 5746 ha

Bevölkerung

1551: 34 besessene(r) Mann, 16 Inwohner, 1747: 30 besessene(r) Mann, 12 Häusler, 33 Hufen, 1818: 465, 1880: 590 (Dorf) u. 43 (Oberförsterei), 1895: 552 (Dorf) u. 56 (Oberförsterei), 1910: 529, 1925: 496, 1939: 473, 1946: 709, 1950: 683, 1964: 499, 1990: 387,

1925: Ev.-uniert 492, 1925: andere 3, 1925: Kath. 1,

Verlinkungen

Verwaltungszugehörigkeit

Grundherrschaft

1551: Rittergut Gruna, 1747: Amtsdorf ,

Kirchliche Organisation:

um 1500: Pfarrkirche(n) mit FilK Dahlenberg (Archidiakonat Domdekanat, sedes Torgau/Mn) /

Pfarrkirche(n) 1529, 1816 u. 1925 - 2001 Kirchgemeinde Falkenberg (Kirchenprovinz Sachsen); eingepfarrt Dahlenberg u. Leipnitz 1816 u. 1925; FilK Dahlenberg 1529

Ortsnamenformen

1314: Valkinberc (RDMM 370) , 1350: Falkenberg (LBFS 33) , 1378: Valkenberg (RDMM 240) , 1406: Falkenberg , 1750 (um 1750): Falckenberg ,

Literatur

  • HONB, I 259
  • HSt Sa, 116-117
  • BKD ProvSa, 29, 70-72
  • Dehio Sa, II 992-993

51.61527778 12.76805556

Karte

Kartenquelle: Geoportal Sachsenatlas

Notizen

21.05.2008 :
(1)Zu Falkenberg gehört kein "Einzelgut Kiebitz". Es handelt sich vielmehr um ein unabhängiges Dorf (einen Weiler) mit dem Namen "Gniebitz" (siehe auch dort): Gniebitz existiert heute wieder als Dorf/Teil der Gemeinde Trossin. Es war in der frühen Neuzeit (bis 15. Jahrhundert) eine Wüstung, wurde dann aber (wohl schon im 16. Jahrhundert, siehe die Darstellung zu Gniebitz, spätestens aber im 18. Jahrhundert) von Falkenberger Bauern in Besitz genommen.

(2) Zu Falkenberg zählten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als Ortsteile Gniebitz, Pechhütte und die Hachemühle (obwohl diese näher an Dahlenberg/heute ebenfalls Ortsteil von Trossin) liegt. (3) Wüstungen: zu Siederichshain und Ant. Kochwitz kann ich noch nichts sagen. Eine Wüstung zwischen Falkenberg und Trossin war sicher die bei Ihnen nicht aufgeführte wüste Mark Wetzscherloh. Zur Nutzung der Hufen von Wetzscherloh kam es Anfang des 17. Jahrhunderts zu einem Rechtsstreit zwischen der Gemeinde Falkenberg und dem Rittergutsbesitzer von Trossin, als dessen Ergebnis die Hälfte der Hufen an die Gemeinde Falkenberg, die andere Hälfte an da Rittergut Trossin fielen (vergleiche hierzu u.a. Max Küstner: Orts-Geschichte von Trossin (1933), Typoskript; u.a. in der Staatsbibliothek Berlin und in Leipzig einsehbar).