Erzgebirgskreis SVG ToolTip

Wildenhain (2)

ö Eilenburg, Lkr. Nordsachsen

Verfassung

Dorf, Landgemeinde
1999: Zusammenschluss mit Audenhain, Mockrehna, Schöna (1), Strelln und Wildschütz zu Mockrehna

Ortswüstungen
Wüstungen in der Flur: Tornau

Siedlungsform und Gemarkung

Gassengruppendorf mit Sackgassenteil, Gewannflur, 898 ha

Bevölkerung

1551: 23 besessene(r) Mann, 74 Inwohner, 3 Gärtner, 1747: 23 besessene(r) Mann, 3 Gärtner, 32 1/4 Hufen, 1818: 381 u. 25 (Kgl. Torfgräberei), 1880: 482, 1895: 493, 1910: 531, 1925: 551, 1939: 530, 1946: 816, 1950: 779, 1964: 623, 1990: 473,

1925: Ev.-uniert 550, 1925: Kath. 1,

Verlinkungen


Verwaltungszugehörigkeit

Grundherrschaft

1551: Amtsdorf , 1747: Amtsdorf ,

Kirchliche Organisation:

um 1500: Pfarrkirche(n) (Archidiakonat Domdekanat, sedes Torgau/Mn) /

Pfarrkirche(n) bis 1529, seitdem FilK von Mockrehna, später wieder Pfarrkirche(n), 1816 u. 1925 - 2001 Kirchgemeinde Wildenhain (Kirchenprovinz Sachsen); FilK Mockrehna 1816 u. 1925

Ortsnamenformen

1314: Wildenhayn (RDMM 364) , 1495: Wildenhain , 1791: Wildenhayn, bey Torgau ,

Literatur

  • HONB, II 596
  • Dehio Sa, II 1037

51.53722222 12.80833333

Karte

Kartenquelle: Geoportal Sachsenatlas

Notizen

27.04.2009 : Wie eine nochmalige Prüfung ergab, ist die Angabe, dass Weidenhain 1327 erstmals erwähnt worden sei, zu revidieren. In der Urkunde vom 28. Juni 1327 (Hauptstaatsarchiv Dresden, 10001 Ältere Urkunden, Nr. 2399) übertrug das Benediktinerinnenkloster Riesa dem Priester Peter Zinse im Dorf Luckow (südöstlich von Belgern, ab ca. 1400 Wüstung), die zuvor dessen Vater, der Mühlberger Bürger Heinrich Bucher, innegehabt hatte. Die Zinspflichtigen in Luckow werden namentlich angeführt, darunter der vermeintliche Johannes von Weidenhain, den die neuere Literatur durchweg als Erstbeleg für Weidenhain westlich von Torgau in Anspruch nimmt. Der Name, der in der lateinischen Urkunde im Genitiv steht, lautet dort jedoch "Johannis de Wyldenhain". Die in mehreren Publikationen angegebene Schreibweise "Wydenhain" erweist sich somit als ein Versehen, das zu einer Fehlzuordnung des Belegs von 1327 zu Weidenhain geführt hat. Richtig ist dagegen die Zuordnung zu einem der drei Orte in Sachsen mit dem Namen Wildenhain (östlich von Eilenburg, westlich von Großenhain bzw. westlich von Regis-Breitingen). Wegen der geographischen Nähe zur Wüstung Luckow kommt von den drei Orten in erster Linie Wildenhain westlich von Eilenburg in Betracht. Der nicht sehr viel weiter entfernte Ort bei Großenhain ist auch keineswegs ausgeschlossen, während das erheblich weiter entfernte Dorf bei Regis-Breitingen unwahrscheinlich ist.
Eckhart Leisering