Erzgebirgskreis SVG ToolTip

Röthenbach (2)

ö Lengenfeld, Vogtlandkreis

Verfassung

Dorf, Landgemeinde
1950: eingemeindet nach Wildenau (1)
1957: als Landgemeinde wieder ausgegliedert
1994: eingemeindet nach Rodewisch

Siedlungsform und Gemarkung

Waldhufendorf, Waldhufen, 458 ha

Bevölkerung

1557: 21 besessene(r) Mann, 2 Häusler, 3 Inwohner, 1764: 27 besessene(r) Mann, 6 Gärtner, 8 Häusler, 5 1/3 Hufen je 30 Scheffel, 1834: 437, 1871: 510, 1890: 569, 1910: 680, 1925: 663, 1939: 673, 1946: 725, 1950: 704, 1964: 569, 1990: 383,

1925: Kath. 1, 1925: andere 27,

Verlinkungen

Grundherrschaft

1577: Anteil Rittergut Plohn obern u. untern Teils, 1764: Anteil Rittergut Plohn obern u. untern Teils,

Kirchliche Organisation:

um 1500: FilK von Plohn (Archidiakonat Propstei Zeitz, Dekanat Greiz/Nb) /

FilK von Plohn 1578 u. 1940 - 2001 Kirchgemeinde Röthenbach, SK von Rodewisch

Ortsnamenformen

1315 28. Februar: Rotenbach (Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 10004 Kopiale, Nr. 1324) , 1402: Rotinbach , 1450: Rotembach , 1460: Rotemboch, Rateboch , 1683: Röthenbach , 1875: Röthenbach b. Lengenfeld ,

Literatur

  • HONB, II 313
  • BKD Sa, 9, 10-11
  • Dehio Sa, II 863-864

50.56166667 12.42138889

Karte

Kartenquelle: Geoportal Sachsenatlas

Notizen

03.03.2016 : Für Röthenbach (2), ö Lengenfeld, Lkr. Vogtlandkreis, habe ich eine Urkunde vom 28. Februar 1315 als neue Ersterwähnung festgestellt. Die Urkunde, die die Namensform „Rotenbach“ aufweist, ist als Abschrift von 1392 an folgender Stelle überliefert: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 10004 Kopiale, Nr. 1324. Die beiden angeblichen Erwähnungen von Röthenbach vor 1315 in den Jahren 1140 und 1265 können nicht als Ersterwähnungen des Ortes gelten, da es sich um spätere Fälschungen handelt. Die beiden bei uns überlieferten Stücke gehören zu einer ganzen Serie gefälschter Urkunden, die der Notar Greorius Wernher aus Eger um 1460 zugunsten des Deutschen Ritterordens anfertigte. Nachgewiesen wurde diese Fälschungsserie in folgender Publikation: Flach, Willy: Urkundenfälschung der Deutschordensballei Thüringen im 15. Jahrhundert In: Festschrift Valentin Hopf zum achtzigsten Geburtstag 27. Januar 1933. Jena 1933. Die beiden Fälschungen, in denen es um die Weihe der Kirche in Reichenbach (Vogtland) bzw. um deren angebliche Übertragung an den Deutschen Ritterorden geht, sind unter folgender Signatur überliefert: 1140 (ohne Monats- und Tagesangabe) – Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 10002 Urkunden aus der Finanzverwaltung, Nr. 7249 (als Insert in eine auf den 2 Juni 1271 datierte ebenfalls gefälschte Urkunde eingerückt; daneben weiter Überlieferungsformen vorhanden unter 10001 Ältere Urkunden, Nr. 765, 1045 und 7750). 1265, Februar 18 – Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 1000 Ältere Urkunden Nr. 646 (angebliche Ausfertigung; daneben weiter Überlieferungsformen vorhanden unter 10001 Ältere Urkunden, Nr. 822 und 7750). - Dr. Eckhart Leisering